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Kulturelle Beziehungen

Die deutsch-aserbaidschanischen Kulturbeziehungen befinden sich auf einem guten Niveau und entwickeln sich mit einer Intensität. Die Entwicklung bilateraler kulturellen Beziehungen bezieht sich auf das Bakuer Kulturabkommen vom Dezember 1995.

Die darin vorgesehene deutsch-aserbaidschanische gemischte Kulturkommission tagte im Februar 1997 in Baku und im November 2002 in Dresden.

2003 wurden in Mainz Aserbaidschanische Kulturtage abgehalten. Es wird erwartet, dass 2008 auf der Bundesebene Aserbaidschanisches Kulturjahr organisiert wird.

Deutsch ist nach Russisch und Englisch meist unterrichtete Fremdsprache in den aserbaidschanischen Schulen. Die aserbaidschanische Regierung legt Wert auf das Erlernen der deutschen Sprache auch in den Hochschulen und fördert das. Auch eine DAAD-Lektorin in Baku fördert derzeit den Unterricht der deutschen Sprache.

Das Goethe-Institut gewährt regelmäßig Bücher- und Ausrüstungsspenden an aserbaidschanische Hochschulen. 1998 wurde ein deutscher Lesesaal mit ca. 8.000 Medieneinheiten im Bakuer Fremdspracheninstitut eingerichtet.

Beim Austausch von Studenten und Wissenschaftlern spielt der DAAD eine hervorragende Rolle. Zu diesem Zweck werden vom DAAD jährlich Stipendien in Höhe von nahezu 470.000 Euro aserbaidschanischen Studierenden zur Verfügung gestellt.

Es besteht eine Hochschulpartnerschaft zwischen der Universität Bochum und dem Bakuer Fremdspracheninstitut, der Fachhochschule Köln und der Technischen Universität Baku sowie der Universität Bonn und der Akademie der Wissenschaften in Aserbaidschan.

Das deutsche Kapellhaus in Baku wurde mit einer Spende der deutschen Energiefirma Wintershall wiederaufgebaut. Hier finden verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt.

Zwischen Mainz und Baku sowie Ludwigshafen und Sumgait bestehen Städtepartnerschaften.

Aserbaidschan erklärte sich bereit zur Rückgabe von während des Zweiten Weltkrieges von sowjetischen Armeeeinheiten verschleppter Kulturgüter. Am Rande des OSZE-Gipfeltreffens in Istanbul übergab im November 1999 Staatspräsident Hejdar Alijew Bundeskanzler Gerhard Schröder zwei Meisterzeichnungen der Bremer Kunsthalle. Die übrigen zwölf Zeichnungen wurden im Juli 2001 in New York an Deutschland zurückgegeben.

 
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