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Der Aufbau eines liberalen Wirtschaftssystems, die breite Förderung der unternehmerischen Aktivitäten, der rationale Einsatz der reichen Naturressourcen und des regionalen Potenzials, die Entwicklung im Nichtölsektor, die erneuten Verbesserungen des Investitionsklimas und die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Produktion leisteten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der aserbaidschanischen Wirtschaft im letzten Jahr.
Mit einer ausgefeilten Außenwirtschaftspolitik ist es Aserbaidschan gelungen, globale sozial-wirtschaftliche Entwicklungen zu erzielen. Das Land feierte im letzten Jahr den 20. Jahrestag seiner Unabhängigkeit und weist nach wie vor ein hohes Wirtschaftswachstum auf. So konnte es seinen Nichtölsektor weiterentwickeln, seine Wirtschaft diversifizieren, das Unternehmertum im Lande unterstützen und die Entwicklung der Regionen vorantreiben. Auf diese Weise wurde der Wohlstandes der Bevölkerung weiter verbessert.
2011 etwa war die Armutsrate rückgängig und betrug 7,6%. Ingesamt hat sich die Armutsrate in vergangenen acht Jahren um das 5-Fache reduziert. Ein wichtiger Indikator für die nachhaltige Entwicklung sind die strategischen Währungsreserven, die sich auf 40 Mrd. US-Dollar beliefen.
Trotz der bestehenden Spannungen in der Weltwirtschaft verlief das Jahr 2011 für die aserbaidschanische Wirtschaft wie auch in den Jahren zuvor sehr erfolgreich, so dass ein 0,1-prozentiges Wachstum des BIP verzeichnet wurde. Dies entspricht 50 Mrd. AZN bzw. 62,5 Mrd. Euro. Damit hat das Pro-Kopf-BIP die Marke von 7.000 US-Dollar überschritten und hält damit einem Ländervergleich mit mittlerem Verdienst stand.
Dank der Diversifizierungsmaßnahmen in der Wirtschaft, der Entwicklung der unternehmerischen Aktivitäten sowie der Verbesserung des Investitionsklimas hat sich die dynamische Entwicklung des Nichtölsektors fortgesetzt. Dabei überstieg sein reales Wachstumstempo die allgemeine Wachstumstendenz. Im Jahr 2011 beobachtete man im Nichtölsektor ein Wachstum von 9,4%, im Landwirtschaftsbereich von 5,8%, in der Informationstechnologie von 11,8%, im Transportsektor und der Güterbeförderung von 3,6% sowie im Dienstleistungsbereich von 7,8%. Das BIP-Wachstum konnte größtenteils durch den Nichtölsektor abgedeckt werden. Die Diversifizierung der Wirtschaft und die Reduzierung der Ölabhängigkeit sind die Ergebnisse der aserbaidschanischen Regierungsstrategie zu sehen.
Daneben ist die Produktion im Nichtölsektor um 11,1% gestiegen, in der Verarbeitungsindustrie um 7,1%, in der Chemieindustrie um 27,1% und im Hüttenwesen um fast das Doppelte. Zugleich ist die Produktion von Baumaterialien um 4,4%, die Stromerzeugung um 8,4%, die Nahrunsgmittelindustrie um 5%, die Möbelherstellung um 24,5% sowie die Textilindustrie um 56,5% gestiegen.
Als Ergebnis des Staatlichen Investitionsprogramms mit einer infrastrukturellen und sozialen Ausrichtung wurden zahlreiche Projekte in den Bereichen Transport, Wasser und Abwasser sowie Energetik, Industrie, Energie, Umwelt. Landwirtschaft und Industrie durchgeführt. Dabei zielt das Staatliche Programm zur sozial-wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen insbesondere auf eine Erhöhung des Wohlstands der Landbevölkerung ab.
Im Jahre 2011 wurde die Förderung des Agrarsektors seitens der Regierung fortgesetzt. Dank der modernen Technologie und Technik konnte die Produktion und Verarbeitung von Agrarprodukten erweitert werden. Die Nahrungsmittelindustrie konnte gestärkt und die Deckung des eigenen Bedarfes mit Hauptnahrungsmitteln verbessert werden.
Im Jahr 2011 wurden insgesamt über 40 Industrieobjekte gebaut und in Betrieb gesetzt und der Bau von ca. 100 weiteren Industrieobjekten wird fortgesetzt. Die Entwicklung der Energieindustrie sowie die Beschleunigung des Prozesses zur Gewinnung und Nutzung von alternativen Energiequellen genießen nach wie vor Priorität und daran wird konsequent gearbeitet. Die Chemie- und Industrieanlage in Sumgait und der Industriepark in Balaxani werden zur innovativen Gestaltung der Wirtschaft beitragen und die Entwicklung des Unternehmertums unterstützen.
Das für den Nichtölsektor wichtige Transitpotenzial wurde verstärkt, der Wiederaufbau der Autostraßenbahnen fortgesetzt und das Staatliche Programm zur Entwicklung des Eisenbahntransportsystems wurde verabschiedet. Daneben wurde mit dem Bau eines Meerhafenkomplexes begonnen. Zur Verbesserung der Infrastruktur für die lokale und Transitbeförderung wurden einige große Projekte gestartet, darunter auch die Eisenbahnroute Baku-Tbilisi-Qars, der Bakuer Internationale Handelshafen, die TRASECA sowie der Nord-Ost- und der Süd-West-Korridor. Auch wurden neue U-Bahnstationen und Flughäfen in Betrieb genommen.
Die attraktiven Investitionsbedingungen haben zur Erhöhung des Investitionsvolumens im Lande beigetragen. Insgesamt wurden 20 Mrd. US-Dollar investiert, davon 13 Mrd. US-Dollar durch inländische und 7 Mrd. US-Dollar durch ausländische Investoren. 15,7 Mrd. US-Dollar wurden in den Nichtölsektor und 4,3 Mrd. US-Dollar in den Ölsektor investiert.
Auch für die Entwicklung der Informationstechnologie, des Tourismus und anderer Branchen wurden 5,9 Mrd. AZN (7,4 Mrd. US-Dollar) investiert sowie 1,7 Mrd. AZN (2,1 Mrd. US-Dollar) in soziale Projekte. In den Bereichen Bildung, Kultur und Medizin war insbesondere die Haydar-Aliyev-Stiftung mit Investitionsprogrammen und -projekten aktiv.
Im Jahre 2011 betrieb Aserbaidschan Handel mit 150 Ländern in Höhe von 36,3 Mrd. US-Dollar. Es exportierte Waren im Wert von 26,6 Mrd. US-Dollar und importierte Güter im Wert von 9,7 Mrd. US-Dollar. Im Vergleich zum Jahr 2010 erhöhte sich der Außenhandelsumsatz um 30,1 %, darunter der Export um 24,9 % und der Import um 46,8 %.
Die wirtschaftlichen Erfolge Aserbaidschans fanden ihren Ausdruck auch in Reports internationaler Organisationen. In dem vom Weltwirtschaftsforum veröffentlichten „Globalen Wettbewerbsbericht“ belegte Aserbaidschan unter den GUS-Staaten erneut den ersten Platz.
Daneben erhält das Land regelmäßig positive Länderbewertungen. Die Ratingagentur Standard & Poor's etwa hat Aserbaidschans kurz- und langfristige Bonität von BB+/B auf BBB-/A-3 hochgestuft. Wie die Agentur mitteilt, sind die Aussichten des Länderratings stabil. Die Einschätzung für das Risiko von Transfer- und Konvertierungsschwierigkeiten bleibt bei BBB-. Das stabile langfristige Emittenten-Default-Rating BBB- war Aserbaidschan ursprünglich durch die Ratingagentur Fitch Ratings im Jahr 2010 verliehen worden. 2011 hob Fitch die Erwartungen an Aserbaidschan von stabil zu positiv an. Das Rating von BBB- behielt Fitch bei. Auch Moody's, eine der drei führenden internationalen Ratingagenturen, hat Aserbaidschans Bonität von stabil auf positiv hochgestuft.
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