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SOCAR entwickelt neue Nanoverfahren
Die Staatliche Erdölgesellschaft der Republik Aserbaidschan (SOCAR) hat das sog. NANONET-Programm 2010 – 2015 verabschiedet. Das Programm sieht den Einsatz neuer nanoaktiver Substanzen und chemischer Wirkstoffe in der Ölproduktion und -bohrung sowie in der petrochemischen Industrie vor, die auf den neuesten technologischen Entwicklungen der vergangenen fünf Jahre basieren.
Insgesamt gliedert sich das Programm in vier Bereiche: Ölproduktion, Ölbohrung, Petrochemie und ökologische Probleme der Ölindustrie. Dabei spezifiziert der umweltrelevante Programmteil Maßnahmen zur Verwendung des Lagerstättenwassers und die effizientere Trennung des Öls von Sand und Wasser.
Zur Eindämmung der Komplikationen und Unfälle während der Bohrarbeiten hat die SOCAR vier Nanotechnologie-basierte Verfahren entwickelt, die bereits in Gum Adasi, Bibiheybat, Balakhani, Beyimdag-Tekchay and Gunashli eingesetzt werden.
In Bezug auf den petrochemischen Bereich liegen die Erfolge mit Nanotechnologien bei der Senkung der Oberflächenspannung und einem erhöhten Rostschutz.
EBRD entwickelt neue Strategie für Aserbaidschan
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Zusammenarbeit (EBRD) hat für die Jahre 2010 bis 2013 eine neue Strategie für die aserbaidschanische Wirtschafts- und Politikentwicklung vorgestellt. Darin wird darauf verwiesen, dass Aserbaidschan in den vergangenen drei Jahren zwar ein robustes Wachstum verzeichnen konnte, jedoch zugleich noch einige Herausforderungen im Transformationsprozess zu bewältigen hat. 
Als Kernarbeitsbereiche identifiziert der Bericht Investitionen in den Nichtöl- und Finanzsektor sowie eine verstärkte Förderung kleiner Unternehmen. Daneben steht der politische Dialog auf dem Plan, um weitere Reformen auf den Weg zu bringen und das Investitionsklima zu verbessern.
Seit der Verabschiedung des letzten Strategieplans aus dem Jahre 2007 ist die aserbaidschanische Wirtschaft durchschnittlich um 14,8% pro Jahr gewachsen, angetrieben durch den Öl- und Gasboom, der 2009 47% des BIPs ausmachte. Der Nichtölsektor konnte hierbei von Spill-over-Effekten im Bau- und Dienstleistungsbereich profitieren. Mittelfristig wird das BIP-Wachstum weiterhin stark von den Entwicklungen im Öl- und Gassektor abhängen. Für 2010 wird ein Anstieg von 4% erwartet.
Olivier Descamps, EBRD-Direktor für die Türkei, Osteuropa, den Kaukasus und Zentralasien, erklärte, dass die Reformen, die Aserbaidschan bereits umgesetzt hat, von besonderer Bedeutung für das Wachstum und die Erholung im Nichtölsektor gewesen sind. Dennoch waren diese Bemühungen noch nicht ausreichend. Es bestehen weiterhin große Herausforderungen im Transformationsprozess. Dabei ist insbesondere eine Diversifizierung der Wirtschaft notwendig, um das Unternehmertum zu stützen, Wettbewerb zu fördern und ausländische Investoren anzuziehen.
Einnahmen im Post und IKT-Sektor übersteigen 1 Mrd. Manat
Die Einnahmen aus dem aserbaidschanischen Postsektor und den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) betrugen in den vergangenen zehn Monaten 1,04 Mrd. Manat. Gemäß den Angaben des Ministeriums für Kommunikations- und Informationstechnologien entspricht dies einem Zuwachs von 35,1% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei ist der heimische Telekomsektor um 31,1% auf 982,9 Mio. Manat gestiegen, 697,9 Mio. Manat entfallen davon auf den Mobilfunkbereich. Der IT-Sektor ist indes um das 2,2-Fache gewachsen und beläuft sich auf 41,9 Mio. Manat. Während der Postsektor einen Zugewinn von 23,8% auf 18 Mio. Manat verzeichnet.
Zu beachten ist, dass der Post- und IKT-Sektor gemeinsam 1,9% des gesamten BIPs und 4,5% des BIPs im Nichtölsektor ausmachen.
Aserbaidschan führt Liste der Transformationsökonomien an
Während der vergangenen zehn Jahre betrugen Aserbaidschans Währungsreserven mehr als 28 Mrd. US-Dollar. In dieser Zeit sind die Devisenreserven um das zehnfache gestiegen und belaufen sich ebenfalls auf einen Betrag von mehr als 28 Mrd. US-Dollar. 
Dank umfangreicher makroökonomischer Reformen konnte Aserbaidschan ein wirtschaftliches Wachstum von über 300% generieren. So hat das Pro-Kopf-BIP in den Jahren 2000 bis 2010 um 750% zugenommen. Dies entspricht einem jährlichen Durchschnittswachstum von 15,6%. Die kontinuierliche Verbesserung des Gemeinwohls der aserbaidschanischen Bevölkerung trug dazu bei, das monatliche Durchschnittseinkommen um das 7,6-fache zu steigern, während die Zahl der Arbeitslosen um das 5-fache gesenkt werden konnte.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Aserbaidschan seit dem Fall der Berliner Mauer die einzige Transformationsökonomie ist, die ihr Bruttoinlandsprodukt mehr als verdoppeln konnte. Dabei ist der wirtschaftliche Erfolg nicht auf Kosten des Nichtölsektors generiert worden. Dieser wurde vielmehr durch Reformen nachhaltig gefördert.
Barroso erklärt Südlichen Gaskorridor als Win-win-Situation
Während seiner Aserbaidschanreise bezeichnete EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in einer gemeinsamen Erklärung mit Staatschef Ilham Alijew den Südlichen Gaskorridor als Win-win-Situation für die beteiligten Parteien. Das Projekt erlaube nicht nur eine Diversifizierung der Gaslieferungen an Europa, die von besonderer Bedeutung für die EU-Mitgliedsstaaten seien, sondern trage darüber hinaus auch zur Weiterentwicklung der aserbaidschanischen Infrastruktur und zum Eintritt des Landes in den Weltmarkt bei, so Barroso. Das Nabucco Gasprojekt als Teil des Südlichen Gaskorridors sei ein Vorhaben mit höchster Priorität für die EU und gründe auf einer starken, ökonomischen Basis.
Der Energiekorridor bietet der Europäischen Union alternative Energierouten und eine erhöhte Energiesicherheit. Er umfasst die Nabucco Gasleitung, die Trans-Adria Pipeline, die White Stream-Gasleitung sowie die ITGI-Leitung (Türkei, Griechenland, Italien). Dabei gilt das aserbaidschanische Shah Deniz Feld mit Reserven in Höhe von 1,2 Billionen Kubikmetern Gas als eine der wichtigsten Quellen für diese Projekte.
Gemeinsame Erklärung von EU und Aserbaidschan festigt Weg für Aserbaidschans Gaslieferungen im Nabucco-Projekt
Die gemeinsame Erklärung der EU Kommission und Aserbaidschan zum Südlichen Gaskorridor stellt eine solide politische Basis für aserbaidschanische Gaslieferungen dar, so heißt es in einer offiziellen Meldung der Nabucco Gas Pipeline International GmbH. Für Reinhard Mitschek, Geschäftsführer des Unternehmens, festigt diese Erklärung das enge Band zwischen den EU- Nationen und ihrem engen Nachbarn und strategischen Partner Aserbaidschan.
Das Nabucco-Projekt, dessen Baubeginn für 2012 angesetzt ist, soll rund acht Mrd. Euro kosten und über eine jährliche Maximalauslastung von 31 Mrd. Kubikmetern Gas verfügen. Die Fertigstellung der ersten Bauphase wird für das Jahr 2015 erwartet. Zu den beteiligten Transitstaaten zählen Österreich (OMV), Ungarn (MOL), Bulgarien (Bulgargaz), Rumänien (Transgaz), die Türkei (Botas) und Deutschland (RWE). Jede Partei hält einen Anteil von 16,67%.
Aserbaidschans Nichtölexporte wachsen um 16%
In 2010 zählten während eines Zeitraums von elf Monaten 145 Nationen zu den Handelspartnern Aserbaidschans. Zugleich konnte das Land sein Handelsvolumen um 34,8% auf 25,1 Mrd. US-Dollar steigern und einen Überschuss von 13,7 Mrd. Dollar verzeichnen. Die Exporte im Nichtölsektor, der einen besonderen Stellenwert für Aserbaidschan einnimmt, stiegen um mehr als 16%. 
Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise war das vergangene Jahr äußerst erfolgreich für Aserbaidschan. So wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 5% auf über 41 Mrd. Manat. Die durchschnittliche Jahresinflation blieb angemessen bei 5,7%. Um die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft weiter zu fördern, hat die Regierung ihre Währungsreserven seit Anfang 2010 um 50% auf 29 Mrd. US-Dollar aufgestockt.
Der industrielle Sektor wuchs indes um 2,6%. Dabei wurden 51 Mio. Tonnen Öl und 27 Mrd. Kubikmeter Gas produziert. Parallel konnte im Nichtölsektor ein dynamischer Zuwachs aufrecht erhalten werden, dessen reale Wachstumsrate das allgemeine Wachstum übertraf.
Aserbaidschan konnte ferner die Versorgung mit Lebensmittelprodukten sichern und stockte seinen Getreidevorrat auf 500.000 Tonnen auf, um den Getreidepreis stabil zu halten. Darüber hinaus wurden Weizen- und Mehlimporte von der Umsatzsteuer befreit.
Daneben sind 160 neue Unternehmen in verschiedensten Wirtschaftssektoren entstanden, die zum Teil durch weiche Kredite des Nationalen Fonds zur Förderung des Unternehmertums (NFES) finanziert wurden. Der Fonds stattete im vergangenen Jahr 1.430 Projekte mit Kapital in Höhe von 115 Mio. Manat aus.
Aserbaidschan führende GUS-Nation im Wettbewerbsfähigkeitsreport
Im Wettbewerbsfähigkeitsreport 2010-2011 des Weltwirtschaftsforums führt Aserbaidschan die Liste der GUS-Staaten an. Hinsichtlich der makroökonomischen Stabilität verbesserte sich das Land um 14 Ränge und belegt unter 139 Nationen den 13. Platz.
Die Standard & Poor`s International Rating Agentur stufte Aserbaidschans Bewertung für 2009-2010 von „stabil“ zu „positiv“ hoch, zugleich verlieh Fitch Ratings dem Land erstmalig den Investment-Rang.
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