|
Brüderle: „Wirtschaftliche Kooperation mit Aserbaidschan birgt großes Potential!“
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, ist am 05. Mai in Berlin mit dem Minister für wirtschaftliche Entwicklung der Republik Aserbaidschan, Shahin Mustafayev, zu einem Gespräch zusammengetroffen. Im Mittelpunkt standen die deutsch-aserbaidschanische Zusammenarbeit im Hinblick auf Energieversorgung und -transit sowie die wirtschaftlichen Chancen für deutsche Unternehmen in Aserbaidschan. Bundesminister Brüderle: „Aserbaidschan hat die Diversifizierung seiner Wirtschaftsstruktur in Angriff genommen. Dabei kann Deutschland ein starker Partner sein. Unsere Unternehmen können mit Technologie und Ausrüstung den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Industrie, eines leistungsstarken Dienstleistungssektors und einer hochwertigen Infrastruktur in Aserbaidschan unterstützen. Hier liegt ein großes Potential, das wir gemeinsam nutzen können und wollen, indem wir unsere wirtschaftliche Kooperation noch weiter intensivieren.“ Im Anschluss an das Gespräch eröffneten die beiden Minister das Deutsch-Aserbaidschanische Wirtschaftsforum im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Im Rahmen dieses Forums konnten sich Wirtschaftsvertreter einen Überblick über die vielfältigen Geschäftsmöglichkeiten in Aserbaidschan verschaffen. Bundesminister Brüderle und Minister Mustafayev unterzeichneten zudem eine gemeinsame Erklärung, mit der die bilaterale "Hochrangige Arbeitsgruppe für Handel und Investitionen" auf Regierungsebene ins Leben gerufen wird. In dieser Arbeitsgruppe sollen die Rahmenbedingungen für die bilaterale Wirtschaftskooperation gemeinsam weiterentwickelt und die Aktivitäten deutscher und aserbaidschanischer Unternehmen flankiert werden. Bundesminister Brüderle: „Die Einrichtung der Hochrangigen Arbeitsgruppe ist ein wichtiger Schritt in unserer bilateralen Zusammenarbeit. Ich bin sicher, dass unsere beiden Länder von der Arbeit dieses Gremiums in hohem Maße profitieren werden.“ Bayern setzt auf energiepolitische Zusammenarbeit mit Aserbaidschan
Bayern setzt für die Zukunft auf einen Ausbau der energiepolitischen Zusammenarbeit mit Aserbaidschan. Das hat Bayerns Europaministerin Emilia Müller anlässlich des Besuchs des Ministers für wirtschaftliche Entwicklung der Republik Aserbaidschan Shahin Mustafayev in München betont. Müller: „Bayern und Aserbaidschan wollen eine enge und erfolgreiche Kooperation in der Energiepolitik. Erdgas wird im Rahmen der Energiewende eine immer bedeutendere Rolle spielen. Durch die Realisierung des geplanten Nabucco-Projekts kann Aserbaidschan ein wichtiger und dauerhaft verlässlicher Energielieferant für den Freistaat werden. Diese Partnerschaft ist zu beiderseitigen Nutzen und gibt zugleich den Anstoß, unsere Beziehungen noch weiter zu vertiefen.“ Europaministerin Müller sieht für die bayerische Wirtschaft darüber hinaus insgesamt große Chancen in Aserbaidschan. „Die bayerischen Unternehmen genießen in Aserbaidschan einen hervorragenden Ruf. Zugleich können sie sehr viel zum Erfolg des Landes beitragen. Jetzt gilt es, die Chancen zu ergreifen“, so Müller. Minister am 5. und 6. Mai 2011 Deutschland. Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung wird von 61 aserbaidschanischen Unternehmensvertreten begleitet. Europaministerin Müller war bereits im April 2010 im Rahmen ihres Besuchs in Aserbaidschan mit Minister Mustafayev zusammengetroffen.
Aserbaidschanische Parlamentsdelegation zu Gast in Deutschland
Eine Abgeordnetendelegation wurde vom 2. bis 8. Mai nach Berlin gereist. Zu den Delegationsmitgliedern zählen unter anderem Eldar Ibrahimov, Vorsitzender des Parlamentsausschusses für Agrarpolitik, Eldar Guliyev, stellvertretende Vorsitzender des Parlamentsausschusses für Agrarpolitik, Bahram Aliyev, stellvertretende Minister für Landwirtschaft und Shahmardan Karimov, Vorsitzender der Gesetzgebungsabteilung im Parlament.
Die Delegation wurde sowohl im Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) als auch im Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV) zu Gesprächen durchgeführt. Im Mittelpunkt des Interesses stand der Erfahrungsaustausch zu deutschen Genossenschaftspraktiken und juristischen Kooperationen.
Die aserbaidschanischen Abgeordneten wurden im Rahmen ihres Aufenthalts auch nach Sachsen gereist, um sich über landwirtschaftliche Genossenschaften zu informieren. Daneben stand ein Besuch der Landwirtschaftsausstellung AGRA-2011 in Leipzig auf dem Programm.
EED bewertet aserbaidschanische Agrargesetze überaus positiv
Während ihres Aserbaidschanaufenthalts traf Petra Fiel, Expertin der Humanitärorganisation für Ökolandwirtschaft in Deutschland (EED), den Vorsitzenden des Komitees für Agrarpolitik im Milli Medschlis, Eldar Ibrahimov. Ibrahimov hat den Gast eingehend über die Aktivitäten von Milli Medschlis, seine Struktur und internationale Beziehungen informiert. Fiel betonte, dass die EED seit vielen Jahren mit Aserbaidschan zusammen arbeitet und die umgesetzten entwicklungspolitischen Agrarprojekte positiv bewertet. Dabei verdient vor allem das vom Milli Medschlis verabschiedete „Gesetz über landwirtschaftliche Ökoprodukte“ besondere Beachtung. Die EED plant, die Zusammenarbeit aufgrund der erfolgreichen Gesetzgebungsentwicklungen weiter auszubauen. Nach dem Treffen fand ein Meinungsaustausch über die Entwicklung des Agrarsektors in Aserbaidschan und die internationalen Erfahrungen in diesem Bereich statt.
Weltbank gewährt Aserbaidschan Kreditrahmen von 80 Mio. USD
Die Weltbank hat Aserbaidschan einen Kredit in Höhe von 80 Mio. US-Dollar für die Verwaltung des Irrigationssystems im Land zur Verfügung gestellt. Die Mittel werden hauptsächlich für die Entwicklung der Assoziation der Wasserverbraucher Aserbaidschans aufgewendet. Der Gesamtwert des Projektes beläuft sich auf 114.3 Mio. Dollar. Die restlichen 34,3 Mio. trägt die aserbaidschanische Regierung.
Internationale Tourismusmesse feiert 10. Jubiläum in Baku Vom 28. bis zum 30 April fand in der Bakuer Ausstellungshalle die 10. internationale Jubiläumsausstellung für Tourismus und Reisen AITF-2011 statt. Die Ausstellung im Rahmen des „Tourismusjahres“ wurde gemeinsam mit den Gesellschaften ITE Group plc und Ite?a Caspian organisiert. An der ersten Ausstellung, die 2002 veranstaltet worden war, nahmen 26 Gesellschaften aus 5 Ländern teil. Dieses Jahr beteiligten sich bereits 230 Gesellschaften aus 24 Ländern. In der Jubiläumsausstellung war die Ausstellungsfläche im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent vergrößert worden. Zahlreiche Messestände informierten über verschiedene Tourismusangebote, wie etwa Luxus- oder Kurreisen. Erstmals waren auch Nationen wie Laos, Kambodscha, Ungarn, Vietnam, Myanmar und Mexiko vertreten. Zur Jubiläumsausstellung ist zudem ein umfangreicher Reisekatalog erschienen, der Reiserouten und weitere wichtige Informationen bereitstellt. Darüber hinaus hatten die Besucher die Möglichkeit, an einer Stadtrundfahrt teilzunehmen und sich durch ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm begeistern zu lassen. Kulinarische Shows, internationale Volkstänze und etwa eine Töpfermeisterschaft beeindruckten die Messebesucher.
Aserbaidschan und Welttourismusorganisation planen Zusammenarbeit Vertreter der Welttourismusorganisation (WTO) haben den Minister für Kultur und Tourismus Aserbaidschans, Abulfaz Garayev, getroffen. Bei dem Treffen sind die aktuelle Lage und Entwicklungsperspektiven der Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und der UNWTO erörtert worden. In diesem Zusammenhang sind für die kommenden zwei Jahre statistische Seminare vorgesehen. Darüber hinaus haben beide Seiten die Möglichkeit eines Treffens zwischen Ministers Abulfaz Garayev und dem Generaldirektor der WTO, Taleb Rifai, im Rahmen des für den 19. Mai dieses Jahres in Las Vegas (USA) anberaumten Gipfeltreffens sowie die Erweiterung der Zusammenarbeit im Rahmen des Seidenstraßen-Programms diskutiert.
|