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Das Schreiben des Botschafters an die Spiegel-Redaktion


Berlin, den 12.01.2012

An Herrn Chefredakteur Georg Mascolo                     

An Herrn Redakteur Ralf Neukirch

                                                                                      

Sehr geehrter Herr Mascolo,

sehr geehrter Herr Neukirch,

mit einer großen Enttäuschung haben wir den Artikel „Wunsch des Diktators“ in Ihrer ersten Spiegelausgabe für das Jahr 2012 zu Kenntnis genommen. 

Zu zuallererst einmal möchten wir unseren ausdrücklichen Protest in Bezug auf die Überschrift des Artikels äußern. Aserbaidschan ist kein Land mit einer langen demokratischen Tradition wie Deutschland und macht nun die ersten Schritte in diese richtige Richtung. Dennoch hat dieses Land in den vergangenen 20 Jahren der Unabhängigkeit erhebliche Erfolge erzielen können. Sie haben daher nicht das Recht, dieses Land in einer undifferenzierten Weise als undemokratisch und seine Regierung als Diktatur abzustempeln.

Herr Neukirch, der Autor des Berichtes, ist uns nicht unbekannt. Herr Neukirch hat sich vertrauensvoll an uns gewendet und uns um unsere Position in einem Pressegespräch gebeten. Wir hatten die Hoffnung auf einen objektiven und neutralen Artikel. In dem Gespräch haben wir ihn über unsere Position und die Position unseres Landes zu den vorgelegten Themen informiert und er schien ein offenes Verständnis für unsere Standpunkte zu haben. 

Leider wurde kein Wort aus unserem Gespräch in dem gedruckten Artikel erwähnt. In dem Artikel kommt überhaupt gar keine Gegenposition vor. Diese durchgehende Einseitigkeit des Artikels erweckt erhebliche Bedenken und den Eindruck, dass der Artikel von bestimmten Personen bestellt wurde. Unserer Auffassung nach entspricht es nicht den Grundsätzen guten Journalismus, zuvor abgefragte Gegenmeinungen im Rahmen der Recherche zu einem Artikel später zu verschweigen.  

Aserbaidschan ist ein junger Staat. Die Erlangung der Unabhängigkeit stellt ein großes Ereignis in unserer Geschichte dar. Selbstverständlich versuchen wir dieses Ereignis in Deutschland, so wie in vielen anderen Ländern Europas, mit denen wir ähnlich gute Beziehungen pflegen auf hohem Niveau zu feiern. Wir sind überzeugt, dass uns das im Jahre 2011 gelungen ist. Ist es tatsächlich so befremdlich, dass wir dies tun und das wir zugleich versuchen unsere in Europa noch weitestgehend unbekannte aber zugleich reichhaltige Kultur hier zu präsentieren? Die gemeinsame Begehung solcher Feierlichkeiten ist doch gerade ein Ausdruck für die guten und wachsenden Beziehungen unserer Länder und die gemeinsame Würdigung von staatlicher Unabhängigkeit und Souveränität. 

Es scheint dem Interesse einiger nicht zu entsprechen, dass Aserbaidschan selbstbewusst in Deutschland auftritt und es mag wohl journalistischer Effekthascherei geschuldet sein, dass hier versucht wird, eine im diplomatischen Betrieb normale kulturelle Veranstaltung als bösartigen aber erfolglosen Lobbyismus zu politisieren. Wir wollen uns jedoch durch Ihre Verzerrung dieser normalen Vorgänge nicht unter Druck setzen lassen. Die Vielzahl positiver Feedbacks von Politikern, Künstlern bis hin zu einfachen Bürgern bestärkt uns in unserer Position. Leider hat der Autor des Berichtes nicht an der Veranstaltung teilgenommen, für die er sich so interessiert und er beruft sich auch nur auf Quellen, die an der Veranstaltung selber nicht teilgenommen haben. Es ist daher schon erstaunlich, dass der Autor glaubt, sich ein eigenes Bild von der Veranstaltung machen und dies dem Leser vermitteln zu können. 

In ihrem Artikel werden Bundestagsabgeordnete und weitere Persönlichkeiten der deutschen Öffentlichkeit, zu denen wir gute Beziehungen haben, zitiert. Sie werfen diesen Menschen die Zusammenarbeit mit uns vor. In diesem Zusammenhang möchten wir anmerken, dass wir auf die Rolle dieser Personen bei der Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Aserbaidschan sehr stolz sind und ihnen unsere tiefe Dankbarkeit schulden. Wir sind davon überzeugt, dass in einigen Jahren, wenn wir auf die Entwicklung der deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen zurückblicken,  die Namen dieser Personen mit großer Dankbarkeit Erwähnung finden werden. Es ist nicht nachvollziehbar, dass Sie den Besuch dieser Persönlichkeiten auf unserer Unabhängigkeitsfeier derart herabwürdigen und entwerten. 

Es ist schon erstaunlich, dass die von Ihnen zu Wort kommenden Kritiker mit keinem Wort die außergewöhnlich schwierige Lage, in dem sich unser Land befindet erwähnen. Fast 20 % unseres Staatsterritoriums sind derzeit durch Armenien völkerrechtswidrig besetzt und über eine Millionen Binnenvertrieben leben in Aserbaidschan. Das durchgehende Verschweigen dieser Umstände, die die Entwicklung unseres Landes bis heute erschwert, macht die stetige Kritik der in Ihrem Bericht zu Wort kommenden Personen an Aserbaidschan unglaubwürdig. 

Wir empfinden auch ärgerlich, dass Sie gegenüber dem unbedarften Leser den falschen Eindruck erwecken, dass der Schriftverkehr der aserbaidschanischen Botschaft nicht durch die Botschaft selber, sondern durch Dritte abgefasst und gesteuert wird. Dieser haltlose und aus der Luft gegriffene Vorwurf, den Sie dem Leser jedoch als Fakt verkaufen wollen, verdeutlicht noch einmal die schlechte und mangelnde Grundlage für Ihre Argumentation. Es gehört zu unseren obersten Qualitäts- und Arbeitsprinzipien, dass unsere Briefe ein sprachlich hohes Niveau aufweisen und wir uns ggf. auch sprachliche nicht aber inhaltliche Hilfestellungen bei Beratern holen. Herr des Inhaltes und des Duktus ist zu jeder Zeit die Botschaft und kein anderer. 

Zuletzt wollen wir noch einmal unser tiefes Bedauern über die Einseitigkeit des Artikels zum Ausdruck bringen. Der Abdruck dieses Leserbriefs in einer Ihrer folgenden Ausgaben wäre für uns ein Zeichen für journalistische Objektivität und Unparteilichkeit. 


Mit freundlichen Grüßen


Parviz Shahbazov





 
„Der Weg zur Demokratie ist ein Prozess“

Richard Kiessler im Gespräch mit Aserbaidschans Außenminister Elmar Mammadyarov (rechts).

Aserbaidschan ist gerade in den Weltsicherheitsrat gewählt worden. Über die Zukunft des Landes, seine geopolitische Lage und über das Verhältnis zum Iran und zu Russland sprach Richard Kiessler mit Aserbaidschans Außenminister Elmar Mammadyarov.

Aserbaidschan befindet sich mit seinen Grenzen zum Iran, zu Armenien und Russland in einer komplizierten geopolitischen Position. Wie kann Aserbaidschan seine Unabhängigkeit sichern?

Wir haben im Oktober den 20. Jahrestag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Aserbaidschans gefeiert. Natürlich spiegelt unser geopolitisches Problem die geografische Lage wider. Vor 20 Jahren sind wir aus Trümmern wieder auferstanden, aber selbst unter diesen tragischen Umständen – der blutige Krieg mit unserem Nachbarn Armenien, der beinahe 20 % unseres Gebiets okkupiert – glauben wir fest daran, dass wir die besetzten Gebiete wieder erlangen. Unsere größte Antriebskraft sind unsere Energieressourcen. Wir haben einen Vertrag mit einem Konsortium aus verschiedenen Staaten, das unter der Leitung der British Petrol und der norwegischen StatOil steht. Und wir haben wir Aserbaidschan mit einer Pipeline durch Georgien mit der türkischen Mittelmeerküste verbunden. Damit stärken wir unsere Unabhängigkeit.

Sehen Sie im Iran eine Bedrohung?

Nicht wirklich. Wir sind dabei, mit dem Iran ein Verhältnis guter Nachbarschaft aufzubauen. Wir sind durch Handel und Energiegeschäfte verbunden. Es gibt viele ethnische Aserbaidschaner, die im Iran leben oder Bürger des Iran sind. Wir sprechen die gleiche Sprache, haben dieselben Traditionen, dieselbe Religion. Wir nutzen den Iran, um den Zugang zu dem von uns abgetrennten Teil Aserbaidschans und zu den besetzen Gebieten zu wahren. Eine gute Nachbarschaft zum Iran ist Teil unserer nationalen Strategie.

Aserbaidschan sucht sich am Westen zu orientieren…

Die Mehrheit unserer Bevölkerung sind Moslems. Aber die Errungenschaften der westlichen Zivilisation sind ein ganz natürlicher Teil unseres täglichen Lebens. Wir sind beinahe zu 100 % keine Analphabeten, wir haben Zugang zum Internet, wir investieren in Ausbildung. Unser außenpolitisches Credo ist, die weitere Integration in europäische und atlantische Strukturen auszubauen.

Klappt das?

Ja, es gelingt uns, erfolgreich große Kräfte freizusetzen, nicht nur militärische. Das ist sehr wichtig, um einen Staat aufzubauen. Bei der EU haben wir den Nachbarschaftsstatus erreicht. Und wir arbeiten daran, daraus eine strategische Partnerschaft zu entwickeln.

Streben Sie die Mitgliedschaft in der EU oder NATO an?

Es ist zu früh, um auf diese Frage zu antworten. Das hängt nicht nur von den Wünschen Aserbaidschans ab, sondern auch von den Interessen der anderen Mitglieder. Wir haben noch eine Menge Hausarbeit zu erledigen…

Sie meinen auf Ihrem Weg in eine zivile Gesellschaft?

Ja, wir nutzen EU und NATO als Leitbild unserer Entwicklung. Wenn wir über die Standards der EU sprechen, sprechen wir über reale Politik: Wir wollen sie bei uns einführen. Nächstes Jahr wollen wir unser ge¬samtes Bildungssystem dem der EU angepasst haben, in der Grund¬schule, den Aufbau- und den Hochschulen. Die Bildungs¬abschlüsse werden auf demselben Niveau sein, das Sie in der EU haben. Das gilt auch für gleiche Standards beim Ausbau der Menschenrechte.

Gerade bei den Menschenrechten gibt es noch viele Klagen…

Wir müssen uns davon nicht angegriffen fühlen, sondern erkennen, dass wir noch mehr Arbeit in diese Dinge investieren müssen. Vor allem müssen wir uns dem Aufbau von „menschlichem Kapital“ widmen. Das ist Bildung, damit die junge Generation die Verdienste und die Anstrengungen erkennt und versteht. Wenn Sie uns mit anderen Staaten vergleichen, werden Sie feststellen, dass der demokratische Aufbau in Aserbaidschan sehr gut vorankommt und klar definiert ist. Wir haben in den 20 Jahren unserer Unabhängigkeit sehr viel erreicht. Aber der Weg zur Demokratie ist ein Prozess.

Das ungelöste Berg Karabach-Problem droht zu eskalieren und zu unerwünschten Folgen für die geplante Nabucco-Pipeline zu führen. Sind Russland und Armenien wirklich interessiert, eine Lösung dieses Konfliktes zu finden?

Armenien und der Berg-Karabach-Konflikt sind unser Problem Nummer Eins! Die Lage ist ernst. Aber die Diplomatie ist noch nicht am Ende. Die direkten Verhandlungen auf der Ebene der armenischen und aserbaidschanischen Außenminister und Präsidenten gehen weiter. Wir versuchen, eine friedliche Lösung zu finden.

Die Treffen brachten bisher kein Resultat, nur neues Säbelrasseln.

Alles hängt vom Vertrauen ab, das unsere Staaten sich entgegenbringen. Ein störendes und gefährliches Element bleibt die Anwesenheit der armenischen Truppen auf unserem Gebiet. Die USA, Russland und Frankreich, die den Friedensprozess begleiten, sind der Meinung, dass man sich diesem Punkt zuerst widmen sollte. Sobald sich die armeni¬schen Truppen zurückziehen, böte das eine grandiose Gelegenheit für die Vertrauensbildung.

Aserbaidschan sei enttäuscht, hört man, weil es sich vom Westen nicht ausreichend unterstützt fühle.

Wir haben seit 1993 vier Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates, die klar besagen, dass der Konflikt auf der Basis der Einheit des aserbaidschanischen Staatsgebiets gelöst werden und einen bedingungs¬losen Abzug der armenischen Truppen voraussetzen sollte.

Aus europäischer Sicht ist der Konflikt „eingefroren“: Niemand rührt daran, weil man mit der Finanzkrise voll ausgelastet ist.

Ich glaube nicht an „eingefrorene“ Konflikte! Denn es gibt immer wieder Schießereien und Tote. So hat ein armenischer Scharf¬schütze einen elfjährigen Jungen erschossen. Das ist zweifellos eine sehr unerfreuliche Entwicklung.

Was verlangen Sie?

Zuerst und vor allem den Rückzug der armenischen Truppen, die Öffnung eines Korridors, Selbstverwaltung, das Rückkehrrecht der Flüchtlinge, friedenserhaltende Opera¬tionen in der Region und den Aufbau von vertrauens¬bildenden Maßnahmen. Sobald die Lebensumstände in Armenien und Aserbaidschan normalisiert sind, werden wir den legalen Status der Enklave Berg Karabach bestimmen.

Welchen Einfluss nimmt Russland?

Russland! Präsident Medwedjew spielte sich in den Vordergrund und verlangte trilaterale Verhandlungen mit den Präsidenten von Armenien und Aserbaidschan. Wir waren von seinen Angeboten sehr angetan. In den letzten beiden Jahren hat er versucht, die beiden Seiten einander näher zu bringen. Russland tut das, so glaube ich, nicht nur aus Verständnis für die kulturellen Gegebenheiten, sondern auch, um den Frieden dort stabiler zu machen. Unter Berücksichtigung der Entwicklung in Georgien erkennen wir an, dass Russland wirklich ernsthaft eine Übereinstimmung zwischen Armenien und Aserbaidschan erreichen will. So weit, so gut.

Aber?

Unglücklicherweise können wir keinen Durchbruch erreichen. Aber wir Aserbaidschaner schätzen Russland für die Rolle, die es spielt und den Einfluss, den es hat. Wir verstehen, dass es noch offene Fragen gibt, ob es uns passt oder nicht. Wir müssen weiter über eine umfassende Vereinbarung diskutieren.

Im nächsten Jahr steht ein Wechsel in der russischen Präsidentschaft an. Glauben Sie, dass Präsident Putin Druck machen wird?

Ich kann nicht sagen, was Präsident Putin tun wird, aber ich kann sagen, das Putin, solange er Präsident war, selbst in die trilateralen Treffen eingebunden war.

Die Nabucco-Pipeline könnte aus russischer Sicht zum Hindernis für die Friedensvereinbarung werden.

Ich denke, dass Nabucco oder jede andere Gas-Pipeline hilft, Friedens- und Sicherheitsverhandlungen weiter zu bringen. Jede wirtschaftliche Entwicklung und besonders geostrategische Projekte wie die Gasversorgung stabilisieren die Region. Auch die direkte Verbindung zwischen Aserbaidschan und der türkischen Mittelmeerküste stärkt die Souveränität Aserbaidschans.

Aserbaidschan ist gerade in den Weltsicherheitsrat gewählt worden. Welche Ziele verfolgen Sie dort?

Für uns ist sehr bedeutend, dass Aserbaidschan im 20. Jahr seiner Unabhängigkeit von der Mehrheit der Mitgliedsstaaten der UNO als verlässlicher Partner angesehen wird. Der Sicherheitsrat ist für uns der Garant für Frieden und Sicherheit. Der schwelende Konflikt im Südkaukasus ist nicht nur ein Anliegen Aserbaidschans, wir haben die USA, Russland und Frankreich als Mediatoren. Wir werden unsere Konsultationen fortsetzen. Wenn der Friedensschluss unterzeichnet ist, sollte er durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrates bestätigt werden. Doch es gibt auch andere Tagesordnungspunkte, z.B. den Klimawandel oder die Entwicklungsziele dieses Jahrtausends sowie mehr Unterstützung für die am wenigsten entwickelten Länder. Aserbaidschan ist sehr stolz, weil wir in diesem winzigen Stück Land seit Jahrhunderten ohne irgendwelche Probleme mit den drei Hauptreligionen, Judaismus, Islam und Christentum, leben. Dieses multi-kulturelle Zusammenleben ist für uns ganz natürlich.

Richard Kiessler

 
Das 20. Jubiläum der Unabhängigkeit mit First Lady in Berlin

Am 29. September fand in Berlin auf Initiative und Unterstützung der Heydar-Aliyev-Stiftung in Berlin die dem 20-jährigen Bestehen der Staatsunabhängigkeit von Aserbaidscan gewidmete Feierlichkeit statt. First Lady Aserbaidschans, Präsidentin der Heydar Aliyev-Stiftung, Sonderbotschafterin von UNESCO und ISESCO, Abgeordnete des aserbaidschanischen Parlaments Frau Mehriban Aliyeva nahm zusammen mit der First Lady Deutschlands Frau Bettina Wulff an dem Festabend teil. Vor der Festabend im Deutschen Historischen Museum traffen sich beide First Ladys zu einem Gespräch. Danach besichtigten sie zusammen die aserbaidschanische Ausstellung, wo aserbaidschanische Teppiche, Muster des uralten aserbaidschanischen Kupferschmieds und die durch die Heydar-Aliyev-Stiftung über Aserbaidschan  herausgegebenen Bücher, Broschüren und andere Publikationen zur Schau gestellt waren. Anschließend wohnten beide Damen dem Gala-Konzert der aserbaidschanischen Musiker bei, wo sie auch mit Grußworten auftraten. Der Abend setzte sich mit dem Empfang im Namen der Heydar-Aliyev-Stifung fort. 




 
Aserbaidschan feiert in Berlin den 93. Geburtstag der Republik

Anlässlich des 93. Jahrestages der Gründung der Demokratischen Republik Aserbadischan (1918-1920) fand am 31.05.2011 ein Festkonzert im Großen Saal der Philarmonie statt. Nach einer Begrüßungsrede des Botschafters  der Republik Aserbadischan in der Bundesrepublik Deutschland Herrn Parviz Shahbazov spielte das Staatliche Symphonieorchester von Litauen unter der Leitung des aserbaidschanischen Dirigenten Azad Aliyev diverse Werke der aserbaidschanischen Symphoniemusik. Anschließend lud Botschafter Shahbazov zu einem feierlichen Empfang im Hotel Hyatt Regency.

Die am 28.05.1918 ausgerufene Demokratische Republik Aserbaidschan ist erster demokratischer Staat im gesamten islamischen Orient gewesen. Bis zur sowjetischen Annexion 1920 hatte die Republik bedeutende Erfolge erzielt, u.a. sein Parlament gewählt und das Wahlrecht für die Frauen eingeführt. Modernes Aserbaidschan, das am 18.10.1991 seine Unabhängigkeit wiedererlangt habe, versteht sich als Nachfolger der damaligen Demokratischen Republik. 


 
Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf endet mit einem Sieg Aserbaidschans

Eurovision Song Contest 2011 in der Esprit Arena in der deutschen Stadt Düsseldorf ist zu Ende gegangen. Aserbaidschans Vertreter Ell und Nikki (Eldar und Nigar) haben mit ihrem romantischen Titel „Running Scared“ tollen Auftritt geleistet und gewonnen. Mit dem  Liebeslied und der charmanten Performance des Duo setzte sich Aserbaidschan in einem spannenden Finale mit 221 Punkten vor Italien (189) und Schweden (185) durch. Die Gewinner, die in Aserbaidschan mit großer Feier empfangen wurden, wurden auch seitens des Präsidenten der Republik Aserbaidschan Ilham Aliyev und seiner Ehagattin Mehriban Aliyeva in einem persönlichen Treffen gratuliert. Nach den Regeln des Wettbewerbs wird „Eurovision Song Contest 2012“ in Baku - der Hauptstadt von Aserbaidschan stattfinden. 


 
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